Drucken

Schutz vor Einbruch und Diebstahl - Wirtschaftsjunioren Rosenheim zu Gast bei Duschl Ingenieure

Schutz vor Einbruch und Diebstahl  - Wirtschaftsjunioren Rosenheim zu Gast bei Duschl Ingenieure

„EINBRUCH / DIEBSTAHL - Von drei Seiten beleuchtet“ wurde dieses Thema am 02.02.2017 in der Vortragsreihe von Duschl Ingenieure GmbH & Co. KG in Kolbermoor. Drei Spezialisten auf ihrem Fachgebiet konnte Andreas Duschl, Geschäftsführer von Duschl Ingenieure und Fördermitglied der Wirtschaftsjunioren Rosenheim für den Vortrag gewinnen. Neben den Wirtschaftsjunioren Rosenheim haben auch die IHK und "Die Familienunternehmer – ASU" mit eingeladen zu diesem spannenden Nachmittag.

„Besser wird es nicht…“ beschreibt Josef Moosreiner vom Bayerischen Landeskriminalamt den Trend im Wohngebäudeeinbruch. Das verwundert natürlich nicht, wenn ein Standardfenster ohne Einbruchhemmung im Regelfall innerhalb von zehn bis zwanzig Sekunden aufgebrochen ist. Hauptangriffspunkt bei Einfamilienhäusern ist die Terrassentür bzw. das Erdgeschossfenster im rückwärtigen, nicht so gut einsehbaren Bereich der Häuser. Bei Mehrfamilienhäusern wird am häufigsten durch die Wohnungseingangstür eingebrochen. Geräuscharm und mit wenig Verletzungsrisiko schaffen es Einbrecher meist durch das Aufhebeln der Tür oder des Fensters ins Gebäude hinein.

IMG 1898 klein

Sicherheitsstandards wie RC 2 (Widerstandsklasse 2) bieten im Wohnungsbereich den größten Schutz. Damit das Fenster bzw. die Tür dieser Widerstandsklasse entspricht, muss es an jeder Schwachstelle mindestens drei Minuten einem Einbruchsversuch standhalten. Denn wenn der Einbrecher nicht schnell und einfach an sein Ziel kommt, dann verliert er in vielen Fällen die Motivation und die Angst, entdeckt zu werden, wird größer. Auch eine Nachrüstung beispielsweise mit Pilzzapfenbeschlägen kann sinnvoll sein. Die Kriminalpolizei berät zum Thema Einbruchschutz kostenlos, kompetent und neutral.

Bestimmte Mindeststandards sind auch bei der gewerblichen Einbruch-Diebstahl-Versicherung einzuhalten, damit das gewünschte Objekt einschließlich Inventar und Waren versichert werden kann. Michael Ortlieb von der Versicherungskammer Bayern erklärt, welche Faktoren beim Versicherungsschutz eine wichtige Rolle spielen. Mindeststandards ergeben sich in Form von organisatorischen, mechanischen und elektronischen Maßnahmen. Bei individuellen Prüfungen werden neben dem zu erwarteten Tätertyp (z.B. Gelegenheitstäter), seiner Vorgehensweise oder des potentiellen Diebesgutes auch weitere Faktoren wie z.B. Aufwand, Lärm, Licht und Zeit geprüft. Bei der Auswahl der richtigen „Diebstahlversicherung“ wird eine Beratung empfohlen. Beispielsweise kann auch der Diebstahl von Messtechnik außerhalb des Gebäudes oder Sachen aus Fahrzeugen versichert werden.

Katja Henne von Duschl Ingenieure erläutert im dritten Teil des Vortrags eindrucksvoll, welche Punkte in ein individuelles Sicherheitskonzept einfließen und hilft mit Fragestellungen, die wesentlichsten Punkte des Sicherheitskonzepts festzulegen: Wer und was soll wogegen geschützt werden? Wie funktioniert das Gebäude bzw. Unternehmen und welche Prozesse laufen dort zu den unterschiedlichsten Zeitpunkten ab? Wo befinden sich die besonders geschützten Bereiche und wo liegen die Grenzen zu den öffentlichen Bereichen? Genau an den Grenzen zwischen diesen Bereichen setzt das Konzept an und legt fest, mit welchen personellen, organisatorischen, mechanischen und technischen Maßnahmen der geschützte Bereich gesichert wird, ohne dass betriebliche Abläufe gefährdet werden.

Der nächste Vortrag bei unserem Mitglied Andreas Duschl findet zum Thema Trinkwasserhygiene am 02.03.2017 statt.