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WJD-Trainer - Warum es sich gelohnt hat, ans andere Ende Deutschlands zu fahren

WJD-Trainer - Warum es sich gelohnt hat, ans andere Ende Deutschlands zu fahren

Ende April fand in Hanstedt bei Lübeck einer von zwei WJD-Trainer-Kursen in diesem Jahr statt. - Der nächste Weg also von uns in Rosenheim aus. Hier schon vorab also die Info, die für mich zu spät (oder auch nicht?) kam: Im Oktober findet der Kurs nochmal in Regensburg statt.

 Ich machte mich also schon am Donnerstag mit dem Auto auf nach Hanstedt und holte nach einer Übernachtung in Hannover einen anderen Teilnehmer ab. So musste ich zumindest den letzten Teil des Wegs nicht alleine fahren und konnte schon vorher zumindest einen weiteren Teilnehmer kennenlernen. Um 10 Uhr starteten wir direkt durch, beschäftigten uns mit der Abgrenzung Training-Präsentation, Präsentationstypen, -technik und -inhalten. Außerdem bekamen wir wertvolle Informationen zur Zielgruppenanalyse. Natürlich durften wir unser frisches Wissen auch in einer kleinen Präsentation und einer Gruppenarbeit direkt umsetzen. Die Pausen waren kurz, kulinarisch aber sehr wertvoll und der Tag endete erst um 23 Uhr nach einem Kamingespräch mit unserem genialen Trainerteam (Klaus Kilian-Grabert, Björn Fuchs und Philip Bürck).

Am Samstagvormittag lag der Fokus auf dem Erwachsenenlernen. Nach der Vorstellung verschiedener Lerntypen erfuhren wir, wie wir dieses Wissen nutzen können, um Trainings und Präsentationen sinnvoll zu gestalten und zu gliedern, damit jeder Teilnehmer oder Zuhörer abgeholt werden kann. Nach dem Mittagessen ging es langsam ans Eingemachte, nämlich die Kursentwicklung. Parallel zur Theorie konnten wir in Gruppen unser eigenes einstündiges Training entwickeln, das am Sonntag dann komplett durchgeführte werden sollte. Die Vorbereitung des Trainings für den kommenden Tag beschäftigte uns noch bis spät in die Nacht hinein.

Bevor wir am Sonntag mit unseren eigens entwickelten Trainings starteten, gab es noch eine kurze Einheit über Evaluation am Ende eines Trainings. Danach legte die erste Gruppe mit ihrem Training „Dein Glückskompass“ los und legte die Messlatte für die nachfolgenden schon recht hoch. Nach dem Mittagessen gab es ein Training, in dem wir erlernten, spontan eine kurze, sinnvoll strukturierte Vorstellung/Präsentation zu halten – anfangs hatte ich meine Zweifel, bin aber jetzt davon überzeugt, dass ich dieses Wissen gut anwenden und umsetzen kann. Meine Gruppe bildete den Abschluss mit ihrem Thema „Just Relax“. So richtig konnte ich mich in dem Thema nicht finden, genoss aber die grafische Umsetzung auf Flipcharts und Metaplanwänden in vollen Zügen und konnte mit meinem Theorieteil zur Stressbewältigung ganz gut leben.

Es folgte eine ausführliche Manöver-Kritik für die durchgeführten Trainings und eine ganz wunderbare Feedback-Runde unter den Teilnehmern, die noch lange nachhalten wird und doch bei dem ein oder anderen ein paar Tränen der Rührung hat kullern lassen. Bevor es nach Hause ging, gab es für jeden noch ein Einzelgespräch mit einem Trainer (Danke für dein wunderbares Feedback, Philip!).

Ich bin sehr froh, dass ich diesen Termin in Hanstedt wahrgenommen habe! Dadurch habe ich es endlich geschafft, einmal über meinen bisher nur bayrischen WJ-Tellerrand hinauszuschauen. Ich habe tolle Menschen kennengelernt, eine unglaubliche Wertschätzung erfahren und meinen Wissensschatz erweitert. Ich habe erfahren, wie es ist, wenn man mit jemand anderem spät abends in einen kreativen Flow (aka Synapsen-Fasching) zu kommen. Ich habe mich deutlich darin verbessert, vor Gruppen zu sprechen und sogar Spaß daran gefunden.